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Winterthur gewinnt Verfahren um XL-Verkauf

Donnerstag, 24. November 2005 / 15:14 Uhr

Zürich - Die Rückstellungen der CS-Tochter Winterthur im Zusammenhang mit dem Verkauf von Winterthur International an die XL Versicherung reichen aus.

Die Bilanz-Unsicherheiten bei der Winterthur sind ausgeräumt.

Damit ist eine grosse Unsicherheit in der Bilanz der Winterthur ausgeräumt. Aus dem Schiedsverfahren zwischen der Winterthur und der XL geht das Schweizer Unternehmen als Siegerin hervor. Die Schätzung des eingesetzten unabhängigen Aktuars liege näher an den von Winterthur berechneten 541 Mio. Dollar (709,7 Mio. Fr.), die als Nachzahlung zum Verkauf zu bezahlen sind, teilte die Credit Suisse mit.

Hintergrund des Verfahrens ist die Auseinandersetzung um den Verkauf von Winterthur International an die XL Insurance im Jahr 2001. Vertraglich wurde vereinbart, dass die beiden Parteien gemeinsam die Rückstellungen für das verkaufte Portfolio nach drei Jahren überprüfen.

Baseball Arbitration

XL, domiziliert auf den Bermudas, forderte nach Ablauf dieser Frist eine Ausgleichszahlung von 1,4 Mrd. Dollar. Die Winterthur schätzte den Betrag auf 541 Mio. Dollar.

Das gewählte Verfahren mit dem Namen «Baseball Arbitration» sah die Einsetzung eines unabhängigen Aktuars vor. Dieser sollte die tatsächlich nötigen Reserven bestimmen. Zu Beginn des Verfahrens gaben beide Parteien eine eigene Einschätzung ab. Der Betrag, der näher an der Schätzung des Aktuars liegt, gilt als zu bezahlender.

Der Schlussbericht des Aktuars wird zwar erst für 5. Dezember erwartet. Änderungen sind aber nur wegen offensichtlichen Fehlern, zum Beispiel Rechenfehler, vorgesehen. Somit ist klar: Die Rückstellung der Credit Suisse beziehungsweise ihrer Tochter Winterthur Versicherung reichen aus.

(ht/sda)


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