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Santésuisse befürchtet Prämienschub

Donnerstag, 26. März 2009 / 22:19 Uhr

Bern - Der Krankenkassenverband santésuisse warnt vor einem Prämienschub von dreissig Prozent in den nächsten drei Jahren. Er befürchtet Mehrinvestitionen der Spitäler vor der Einführung der Fallpauschalen im Jahr 2012.

Der Krankenkassenverband santésuisse warnt vor einem Prämienschub von 30 Prozent.

Vor dem Systemwechsel zur Fallpauschale im Spital könnten die Kosten explodieren, warnte santésuisse-Sprecher Felix Schneuwly am Abend in der Sendung «10 vor 10» von Schweizer Fernsehen.

Für 2010 rechne das Bundesamt für Gesundheit bei der Krankenversicherung bereits mit einer Prämienerhöhung von rund 10 Prozent. Wenn kostenseitig nichts geschehe, werde eine Erhöhung in jeweils diesem Ausmass 2011 und 2012 Tatsache - 30 Prozent also in drei Jahren.

Als Grund nannte der Krankenkassenvertreter befürchtete Mehrinvestitionen der Spitäler vor dem Systemwechsel. Das könnte das Spitalsystem aufblähen und Überkapazitäten schaffen.

Mit der Fallpauschale übernehmen die Kantone ab 2012 mindestens 55 Prozent der Spitalkosten, die Krankenkassen höchstens 45 Prozent. Die Fallpauschalen decken den auf den kantonalen Spitallisten eingetragenen Spitälern sämtliche Behandlungskosten inklusive der Investitionen.

Die entsprechende Revision des Krankenversicherungsgesetzes trat anfang Jahr in Kraft. Sie entfaltet ihre volle Wirkung aber erst 2012 mit der Fallpauschale und dem neuen Verteilschlüssel zwischen Kassen und Kantonen. Das Parlament verabschiedete das neue System im Dezember 2007.

(sl/sda)


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